Pension Hotel Am Park Berlin

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Fröhlich sein und tanzen
Wie die neuen Loveparade-Chefs Rainer Schaller und Maurice Maué dem Techno-Umzug zu Ansehen verhelfen wollen
Von Lars von Törne
So sieht der Neuanfang aus: Das Klingelschild ist handgeschrieben, in den Büros stapeln sich Umzugskartons, die meisten Schreibtische und Telefone sind noch unbenutzt. Dazwischen verlieren sich auf der weitläufigen Kreuzberger Büroetage eine Hand voll Mittdreißiger, die eine gelassene Geschäftigkeit ausstrahlen.
Wenn der Ball rollt, soll das Auto stehen bleiben
Verkehrskonzept des Senats zur Fußball-WM sieht Sperrungen und weiträumige Umleitungen vor. S-Bahnen fahren rund um die Uhr
Von Matthias Jekosch
Berlin - Eine separate WM-Spur für Ehrengäste oder Funktionäre soll es zur Fußball-Weltmeisterschaft im Juni und Juli nicht geben. Dies erklärte Ralf Brodback, der Leiter der Verkehrslenkung Berlin, gestern. Nur Staatsgäste würden mit Polizeibegleitung und Ampelumschaltung Vorfahrt genießen. Und bis zu 20 000 Besucher lässt der Weltfußballverband Fifa mit einem eigenen Shuttle-Service von ihren Hotels zum Stadion bringen.

Aufruhr im Kreuzberger Kiez
In der Bergmannstraße entsteht ein Medizinzentrum mit Supermärkten. Viele Anwohner sind dagegen
Noch glitzert die Sonne in den bunten Kerzengläsern im Hofatelier „Lunamaro“ an der Bergmannstraße. Bald jedoch wird hier weniger Licht einfallen, denn auf der anderen Straßenseite soll in rund zwei Jahren Bauzeit ein sechsgeschossiger Gebäudekomplex in die Höhe wachsen: In der beliebten Flaniermeile am Kreuzberger Chamissokiez werden Anfang März die Bauarbeiten beginnen

Tanz die Banane
Eine Million Raver sollen die Loveparade wiederbeleben, hofft der neue Chef
Auf dem Sweatshirt von Dr. Motte steht „No Risk No Fun“. Das ist wohl wieder so ein dialektischer Scherz des 45-jährigen Erfinders der Loveparade. Denn zwei Jahre lang war nichts mit Fun, weil der Umzug wegen des zu großen finanziellen Risikos ausfiel. Dieses Jahr trägt das Risiko ein anderer, und Dr. Motte verstrahlt erstmals wieder so etwas wie Freude.

Ganz schön voll - Das Goya zieht Bilanz: 15 000 Gäste in zwei Wochen
Die Stimme überschlägt sich fast, ein Superlativ jagt das nächste, dann holt Peter Glückstein doch einmal Luft und sagt: Schön, dass es sich jetzt im Goya wieder normalisiere, „manchmal war es ja so nervös wie im Ameisenhaufen“.
Der Goya-Chef hat gestern Abend Bilanz gezogen nach zwei Wochenenden, an denen der Eintritt frei war. 15 000 Gäste kamen in den Club am Nollendorfplatz, am letzten Sonnabend waren es allein mehr als 4000. „Es waren traumhafte zwei Wochen“, sagt Glückstein. „Der Laden war knallvoll, es gab eine hohe Fluktuation.“ Manchmal sei er sich vorgekommen „wie bei einem Tag der Offenen Tür auf der Museumsinsel“.
Loveparade Berlin 2006
Loveparade meldet Umzug für 15. Juli an
Das neue Team hinter der Loveparade macht Ernst mit dem Wiederbelebungsversuch des Techno-Umzuges. Gestern haben die Loveparade GmbH und die Firma Planetcom bei den Behörden ihre Anmeldung für den Umzug am 15. Juli eingereicht. Das bestätigte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
KULTURGENUSS ZU SPÄTER STUNDE - Die Lange Nacht der Museen
Entdeckungstour à la carte
Bis zwei Uhr nachts halten rund 80 Museen und kulturelle Einrichtungen ihre Pforten geöffnet
Von Waltraud Hennig-Krebs
Stets im Januar, wenn's draußen kalt und ungemütlich ist, zieht es Berliner und Gäste der Stadt aus der warmen Stube zu einem besonderen Ereignis: Sie brechen zur „Langen Nacht der Museen“ auf. Wer noch nie dieses besondere winterliche Vergnügen miterlebt hat, kann sich heute zu abendlicher Stunde zu Fuß oder mit Bussen auf Streifzug durch Berlins einmalige Museumslandschaft begeben: Von den insgesamt 170 Museen, Sammlungen, Archiven, Gedenkstätten und Ausstellungshäusern öffnen rund 80 ihre Türen bis weit nach Mitternacht. Viele bieten ein spezielles Kinderprogramm (siehe Bericht) an. Erstmals mit dabei sind auch acht der 18 ausländischen Kulturinstitute in Berlin. Vertreten sind das Bulgarische Kulturinstitut, Collegium Hungaricum Berlin, das Finnland-Institut, Instituto Cervantes Berlin, das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur, das Slowakische Haus, das Tschechische Zentrum sowie die Vertretung der Französischen Gemeinschaft Belgiens und der Wallonischen Region, die eine Ausstellung von Gemälden und Skulpturen im Fernsehturm präsentieren. Die Aussichtsplattform und das Café sind für die Besucher der Langen Nacht ab 22 Uhr geöffnet

Meister Proper statt Dr. Motte Fitness-Manager wird neuer Chef der Loveparade
Mit trainierten, knapp bekleideten Körpern kennt er sich aus. Außerdem hat er offenbar ein Händchen fürs Geschäftliche. Gute Voraussetzungen also für Rainer Schaller, die angeschlagene Loveparade wieder mit neuem Schwung zu versehen. Der im fränkischen Schlüsselfeld lebende 37-jährige Betreiber von bundesweit 55 Fitness-Studios der Marke „McFit“ ist neuer geschäftsführender Mitgesellschafter der Loveparade GmbH. Das gab das Unternehmen gestern bekannt. Außerdem übernimmt er von Loveparade-Veteran Ralf Regitz die Firma Planetcom, die den Exklusivvertrag mit dem Senat über die Durchführung der Loveparade am 15. Juli hat. Schaller, der gestern für Anfragen nicht zu erreichen war, gilt als Fan der Loveparade. Für ihn sei der Umzug eine der wichtigsten Musikveranstaltungen der Welt, die man nicht einfach brachliegen lassen könne, sagt ein Mitarbeiter Schallers. Mit Berlin verbindet den Fitnessfan und ausgebildeten Kaufmann außerdem, dass er hier bereits acht Fitness-Studios betreibt, zwei weitere sind geplant.

Startschuss für Modewoche mit Bread and Butter
In Berlin hat am Freitag die Modewoche zu den Trends für Herbst und Winter 2006/07 begonnen. Als erste Messe öffnete die Bread and Butter. "Wir sind sehr zufrieden", sagte ein Sprecher zum Auftakt. Im Industrieambiente der Kabelwerke in Spandau präsentieren rund 500 Aussteller ihre Kollektionen den Fachbesuchern. Zum Angebot gehören Edel-Sportbekleidung und Streetwear.

Zoo und Tierpark laden zum Weihnachtsbesuch ein
Der Berliner Zoo und der Tierpark laden zu Weihnachtsbesuchen ein. Besonders am 24. Dezember lohne sich ein Rundgang, um den Kindern die Wartezeit bis zur Bescherung zu verkürzen, sagte ein Sprecher der Tiergärten in Berlin. Es könnten alle Tiere besucht werden, die eng mit dem Weihnachtsfest verbunden seien. Auf Kamelen seien die Heiligen Drei Könige zur Huldigung des Jesuskindes gereist. Ziegen, Schafe und Kühe seien Zeugen der Geburt des Heilands in der Krippe gewesen.

Leere Säle, volles Haus
Tausende strömten ins sanierte Bode-Museum Ein Simulator zeigt die Zukunft der Insel
Dass die Skulpturen und Gemälde im Bode-Museum noch fehlen, fiel gestern nicht weiter auf: Platz gab es trotzdem keinen. Mehrere tausend Besucher strömten schon am ersten der drei Tage der offenen Tür in das frisch sanierte Gebäude, allein in den ersten zwei Stunden kamen 2500. Die Warteschlange war zwischenzeitlich mehrere hundert Meter lang. „Wo kommen nur die ganzen Leute her?“, wunderte sich Mitarbeiter Kristian Jarmuschek. „Das gefällt mir, wie sich die Berliner ihr Museum erobern.“ Manche Besucher waren vom Andrang weniger begeistert – zum Beispiel Irlana Wilms, die auf der Treppe in der kleinen Kuppelhalle weder vor noch zurück konnte: „Ich hatte gehofft, dass die Massen erst am Wochenende strömen. Langsam habe ich die überfüllten Museen in dieser Stadt mächtig satt.“ Das Ergebnis der fünfjährigen Sanierungsarbeiten gefiel Wilms aber schon. „Viel heller ist es hier drin geworden. Ein richtiges Lichtmuseum.“

Der Sonne entgegen
Mit dem gläsernen Aufzug geht es hinauf zum neuen Hochhaus-Club „Solar“ in Kreuzberg
Nachtschwärmer gelten als lichtscheue Spezies. Sie halten sich am liebsten in dunklen Kellern auf, wo sie auch morgens kein Sonnenstrahl blendet. Natürliches Licht gilt als Stimmungskiller. Das ist Vergangenheit. Seit einiger Zeit sind Hochhausclubs in Mode und mit ihnen große Fensterfronten. Für eine Party im „40 Seconds“ an der Potsdamer Straße steigt das Partyvolk in den Aufzug und lässt sich in 40 Sekunden in den achten Stock hieven. Oben lockt der Blick über die Daimler-City am Potsdamer Platz. Gar in der zwölften Etage bittet das „Weekend“ am Alexanderplatz zum Tanz – inklusive Panoramablick über die Stadt. Noch höher hinaus geht es ab dem 12. Dezember. Dann öffnet offiziell im 16. und 17. Stock im ehemaligen Saskatchewan- Hochhaus am Anhalter Bahnhof die Restaurant-Lounge „Solar“, in der Sonnenlicht zum Programm gehört.