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Aktuelle Informationen aus Berlin für Touristen, Besucher, Gäste und Interessierte

aktuelle Infos
Berlin wird zur WM blau-grün
Weltfußballverband und Senat stellen Farbkombination vor, mit der sich die Stadt 2006 schmücken soll
Von Lars von Törne
Das Grün steht für Optimismus, das Blau für die Stammfarbe von Hertha und dem Olympiastadion, und die geschwungene Linie symbolisiert „La Ola“, die Welle der Fans im Stadion. In diesem Design wird sich, so haben es sich die Gestalter des Fußballverbandes Fifa ausgedacht, Berlin vor und während der Fußballweltmeisterschaft 2006 präsentieren.

Was vom Tornado übrig blieb
Für einen Katastrophenfilm wurde tonnenweise Müll zum Fernsehturm geschafft
Die Täter sind zufrieden mit ihrem Werk. Monatelang haben sie gesammelt: Kartons, Spanplatten, Fahrräder, einen Computer, zerfetzte Sonnenschirme, Grünzeug. Am Montag haben sie den ganzen Müll plus drei Schrottautos dem Fernsehturm vor den Fuß gekippt – für den Tag, an dem der Tornado Berlin verwüstet. Gestern war es so weit.

FUSSBALL-WM 2006 Berlin bereitet sich vor
Fanmeile an der Siegessäule – die Polizei ist erleichtert
Senat verabschiedet sich von WM-Park im Spreebogen – jetzt wird neu geplant Straße des 17. Juni von Großer Stern bis Brandenburger Tor vier Wochen dicht
Von Jörn Hasselmann und Christian van Lessen
Zur Fußball-WM im Juni werden vermutlich Hunderttausende Fans über die Straße des 17. Juni flanieren können. Der Senat hat zwar nach Auskunft seines Sprechers Günter Kolodziej „noch keine definitive Entscheidung“ für die Fanmeile getroffen. Aber alles deutet daraufhin, dass die Meile – wie zunächst auch geplant – zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor aufgebaut wird. Der „Spreebogenpark“ wäre damit aus dem Rennen.

Hohes Lob fürs Adlon
Auszeichnung als bester europäischer Mitgliedsbetrieb der „Leading Hotels“
Von Bernd Matthies
Großer Erfolg für das Hotel Adlon: Die Vereinigung „Leading Hotels of the World“, der das 1997 eröffnete Haus seit Jahren angehört, hat es zu seinem besten europäischen Mitgliedsbetrieb gewählt. Auf der Jahrestagung in Neu-Delhi nahm Direktor Thomas Klippstein jetzt die damit verbundene Auszeichnung, den „Commitment to Quality Award“, in Empfang. Die „Leading Hotels“ haben gegenwärtig rund 430 Mitglieder in 80 Ländern der Erde und sind damit der größte Zusammenschluss von Luxushotels. In Berlin gehören dazu neben dem Adlon das Bristol Kempinski, das Schlosshotel Grunewald und seit einigen Wochen auch das Palace im Europa-Center.

Mauergedenkstätte hat mehrBesucheralsjezuvor Tägliche Andachten erinnern an Opfer der Teilung
Die Mauer zieht an. 16 Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung kommen zur Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße mehr Besucher als je zuvor. Seit Jahresbeginn bis Ende Oktober hat die 1999 eröffnete Gedenkstätte 159000 Besucher gezählt. Im gesamten Jahr zuvor lag die Zahl bei 150000.

Hinterm Ku’damm geht es weiter
In den Seitenstraßen des Einkaufsboulevards sollen neue Ideen und ein Standort-Management gegen den Leerstand helfen
„Eine Geisterstraße“, sagt Bernard Manche und blickt traurig aus dem Schaufenster. „Alle Geschäfte gehen weg, keiner kommt mehr vorbei.“ Er ist Chef aller deutschen Filialen des Pariser Modehauses „Longchamp“ und gerade dabei, die Boutique in der Fasanenstraße nach sieben Jahren aufzulösen. Sie zieht auf den Kurfürstendamm. „Wir sind hier fast die letzten der Mohikaner“, sagt er. Von allen Seitenstraßen des Kurfürstendamms ist die Fasanenstraße von Geschäftsaufgaben am stärksten betroffen.

Weil es alle kratzt
Tourismus-Chef: So soll Berlin sauberer werden. S-Bahn erneuert Scheiben
Die S-Bahn tauscht derzeit an allen ihren Zügen die zerkratzten Scheiben aus – und kommt damit einer Idee von Tourismus-Chef Hanns Peter Nerger zuvor, der dies der BVG und der S-Bahn für die Fußballweltmeisterschaft 2006 vorgeschlagen hat. „Alle Züge gehen durch einen Jungbrunnen“, sagte Baubetriebsmanager Christian Morgenroth am Sonntag. „Bis zur WM wollten wir nicht warten“, sagte der S-Bahner, denn der Zustand der Züge sei nicht mehr schön gewesen. Dabei sind die Züge der S-Bahn recht neu, der letzte Zug ist erst vor einem Jahr in Dienst gestellt worden.

Berlins Kultur hat eine neue Linie
BVG-Busse fahren ab dieser Woche stündlich zu den Schätzen der Museen. Im Fahrpreis von 18 Euro ist der Eintritt inbegriffen
Von Christoph Stollowsky
Caspar David Friedrichs „Mönch am Meer“ schaut vom BVG-Doppeldecker-Bus auf Berlins Straßen herab, nebenan blüht Monets „Feld mit Klatschmohn“, und darunter steht: Top Museums-Tour. Unübersehbar und mit Gemälden geschmückt rollen von Dienstag an zwei BVG-Doppeldeckerbusse als neue „Museumsringlinie“ zu fünf Standorten der Staatlichen Museen durch die Stadt. Wer mitfährt, kann an einem Tag den „Goldhut“ im Museum für Vor- und Frühgeschichte und Helmut Newtons Kamerakunst im Museum für Fotografie bewundern, Nofretete auf der Museumsinsel besuchen, am Kulturforum durch die Gemäldegalerie bummeln und zum Abschluss Richard Longs „Berlin Circle“ im Hamburger Bahnhof erleben
Stuck für Stuck - Die Reparaturen am Schloss Charlottenburg dauern noch Jahre
Das Schloss Charlottenburg wird wohl noch Jahre eine Baustelle sein. Dies sagte gestern der Generaldirektor der Preußischen Schlösserstiftung, Hartmut Dorgerloh. Das Gebäude weise massive Bauschäden auf, und auch die Haustechnik und die Sanitäranlagen seien marode, sagte er bei der Eröffnung einer internationalen Denkmalpflege-Tagung an der TU über das 300-jährige Schloss. Ebenso genüge der Besucherservice heutigen Anforderungen nicht mehr. Die Ertüchtigung des Schlosses für die Aufgaben des 21. Jahrhunderts sei unumgänglich, damit Charlottenburg gegenüber anderen Event-Standorten in Berlin nicht ins Hintertreffen gerät.

Strahlemann und Söhne
Zum Festival of Lights werden viele Sehenswürdigkeiten festlich illuminiert Fernseh- und Funkturm öffnen bis in die Nacht hinein
Von Lothar Heinke
Leuchte, Berlin, leuchte! Damit die schönen Seiten der Stadt noch besser zur Geltung kommen, werden sie ins rechte Licht gesetzt und „von einer magischen Lichterflut förmlich übergossen“, sagt der Bundestagsabgeordnete Siegfried Helias (CDU) von der City-Stiftung Berlin. „Wir tun das, um die Stadt attraktiver zu machen und in der veranstaltungsarmen Zeit zwischen Sommer- und Winterzauber ein kleines Festival zu etablieren, das Besucher reizt, nach Berlin zu kommen“, sagt der Initiator, der das Herbstleuchten zusammen mit dem Deutschen Immobilien-Fonds DIFA in die Stadt bringt.

Berlin zieht immer mehr Gäste an
Zahl der Touristen in deutschen Großstädten steigt / Mit 14,5 Millionen Besuchern strebt die Hauptstadt einen neuen Rekord an
Berlin - Der Städtetourismus in Deutschland boomt. 14 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr verzeichneten im August die Städte mit mehr als 100000 Einwohnern. Dies meldete das Statistische Bundesamt am Dienstag. Acht Millionen Touristen übernachteten in deutschen Großstädten. In den Gemeinden unter 100000 Einwohnern waren es 36,2 Millionen Übernachtungen – genauso viele wie im Vorjahr.

Alles schaut auf die Gerichte
Mit den drei Flughafenstandorten muss sich die Justiz befassen. Zuerst ist Tegel an der Reihe
Die bereits vor gut einem Jahr eingereichte Klage von fünf Fluggesellschaften gegen die Schließung des Flughafens Tegel soll am 24. November vor dem Oberverwaltungsgericht behandelt werden. Dabei wollen die Gesellschaften nach ihren Angaben das beabsichtigte Ende von Tegel nicht aufhalten. Sie wolllen aber nach eigenen Angaben die Gewissheit haben, dass sie in Schönefeld einen funktionierenden Flughafen vorfinden.